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Frischwasser
Wasser ist die Quelle des Lebens – sowohl geschichtlich, als Ursprung des Lebens, als auch ganz pragmatisch: Ohne Trinkwasser würde der Mensch schon nach wenigen Tagen buchstäblich austrocknen – und sterben.
Nun ist Wasser reichlich vorhanden auf unserem blauen Planeten:
Über 70% der Erdoberfläche ist flüssig.
Der größte Teil davon ist salziges Meerwasser, von großer Bedeutung für das gesamte Öko-System – für die Trinkwasser-Gewinnung jedoch relativ ungeeignet, denn die Entsalzung von Meerwasser ist aufwändig. Sehr viel geeigneter ist Süßwasser, sein Anteil am Wasservorkommen der Erde liegt allerdings bei nur ca. 3%: Bäche, Flüsse und Seen – dazu Quellwasser und Grundwasser, aus denen wir heute den Hauptteil unseres Trinkwassers gewinnen. Sauberes Frischwasser löscht unseren Durst – und den Durst der kommenden Generationen. Ein guter Grund, alles daran zu setzen, das Frischwasser rein zu halten. Doch auch hier sieht die Realität leider anders aus.
Wasserverschmutzung
An vielen Gewässern, in denen unsere Großeltern noch fröhlich badeten, stehen heute Schilder mit der Aufschrift: Baden verboten! Schon der Hautkontakt ist gefährlich, an eine Trinkwassergewinnung ist gar nicht mehr zu denken. Die Gründe hierfür sind so bekannt wie erschreckend: Fabriken leiten hochgiftige Substanzen (häufig Schwermetalle) in nahe Flüsse, Städte entledigen sich den anfallenden Abwasser-Unmengen, die konventionelle Landwirtschaft führt Giftstoffe in nahe Gewässer und verseucht das Grundwasser durch den Einsatz von Pestiziden. Die Weltmeere werden als Müllhalde missbraucht, Altöl wird gewissenlos entsorgt, ausgediente Ölplattformen versenkt. Dazu sorgt der Saure Regen, erzeugt durch die Luftverschmutzung, für eine schädliche Übersäuerung aller Oberflächengewässer.
Wasserkrise
In weiten Gebieten der Erde ist Wasser schon heute ein knappes und wertvolles Gut, die Ausweitung der Wasserkrise ist indes nur eine Frage der Zeit: Schon im Jahre 2025 werden ca. 1,8 Milliarden Menschen nicht genügend Trinkwasser zur Verfügung haben. Die bevölkerungsstärksten Nationen der Welt, Indien und China, blicken in eine trockene Zukunft; Szenarien wie Kriege um Trinkwasser sind weniger düstere Zukunftsvision als vielmehr nüchterner Realismus. Die Frischwasser-Reserven werden knapp, und das, was noch da ist, wird unaufhörlich verschmutzt. Die Gier nach maximalem Gewinn ist offenbar größer als der Durst nach lebenswichtigem Trinkwasser. Wie lange kann das gut gehen?
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