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TiereMensch und Tier

Auch wenn wir manchmal so tun: Wir sind nicht die einzigen Bewohner der Erde. Wir teilen unseren Planeten – und unser Schicksal – mit den Tieren. Die Erde hat zig Millionen verschiedene Arten hervorgebracht, Lebewesen in allen vorstellbaren Farben und Formen; zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Viele von Ihnen gab es schon Jahrmillionen vor den Menschen, viele von ihnen werden die Menschheit um Jahrmillionen überdauern. Wir Menschen allerdings sind besondere Tiere; so besonders, dass wir uns oft als von der Erdgeschichte getrennte Lebensformen wahrnehmen. Doch die religiöse Diskussion um Evolution oder Schöpfung ist nicht Thema dieser Website, vielmehr geht es hier um die Bedeutung der Tiere für unsere Umwelt.

Gemeinsames Schicksal

"Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.", so ein weniger bekannter Satz des altgriechischen Philosophen Pythagoras. Der Erfolg des Öko-Systems Erde gründet auf dem Zusammenspiel unzähliger Lebensformen: Die Existenzen vieler Arten bedingen sich gegenseitig und kein Schicksal einer Art bleibt folgenlos für die anderen. Viele Religionen, Kulturen und Naturvölker haben es schon vor Jahrtausenden erkannt: Die Erde ist kein Ort, wo Milliarden Einzelwesen ihr Eigenleben führen – die Erde ist ein großes Ganzes. Nachhaltiger Umweltschutz umfasst also neben dem Schutz der natürlichen Umgebung auch den Schutz der Tiere: Artenschutz und Tierschutz.

Problematik der Nutztierhaltung

Tiere, die einen Nutzen für den Menschen haben, nennen wir Nutztiere. Auf den ersten Blick ist es sehr praktisch, Tiere für die eigenen Interessen, vor allem als Nahrungsmittel, zu halten. Doch das Problem, das sich hieraus ergibt, ist grundlegend: Das biologische Gleichgewicht der natürlichen Artenvielfalt wird erheblich gestört; dort, wo früher Tausende verschiedener Tierarten gemeinsam in Regenwäldern lebten, grasen heute fast nur noch Rinder und Schafe. Der empfindliche Kreislauf des Lebens wird gewaltsam unterbrochen. Zudem bringt die moderne Massentierhaltung ein anderes, ebenso reales Problem mit sich: das unbeschreibliche Leid der Tiere selbst. Doch das Mitleid mit den Tieren scheinen die meisten Menschen leider längst verloren zu haben. Das war nicht immer so:

Tierliebe

Die Tierliebe ist ein natürlicher Zug des Menschen. Wir sehen es an unseren Kindern: Sie ziehen ihre Eltern am Wochenende am Arm durch die Zoos in den Städten, zum Bauernhof auf dem Land und in den Reitstall zu den Pferden; Stofftiere füllen ganze Kinderzimmer, früh werden Tierlaute nachgeahmt und oft gehören Tiernamen zu den ersten Worte, die Kleinkinder lernen. Doch auch wir Erwachsenen haben die Freundschaft zu den Tieren noch nicht gänzlich aufgegeben: Der beste Freund des Menschen führt uns an der Leine spazieren, Katzen schnurren auf unseren Schößen, Wellensittiche zwitschern in den Wohnungen älterer Damen. Um sich die gute Gesellschaft der Tiere einmal vor Augen zu führen, muss man sich nur eine Welt ohne sie vorstellen: Ein sonniger Frühlingsmorgen, Sie gehen aus dem Haus und hören…nichts. Kein Vogel singt, keine Biene summt – nur der monotone Lärm des Berufsverkehrs unterbricht die Stille.

Eine Welt ohne Tiere: Nicht nur für Kinder eine schreckliche Vorstellung!

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