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Erhalt von natürlichen Ressourcen
Umweltschutz bedeutet vor allem eins: Erhalt von natürlichen Ressourcen und Energiesparen. Der Begriff Ressourcen umfasst alle Mittel, die der Mensch zum Leben braucht: Rohstoffe und Energieträger, die für die allgemeine Lebenshaltung benötigt werden, aber auch die natürlichen Lebensgrundlagen wie Luft, Wasser und Boden.
Man unterscheidet zwischen erneuerbaren und nicht erneuerbaren Ressourcen: Nicht erneuerbar sind mineralische bzw. fossile Rohstoffe wie Öl, Gas, Kohle oder Metalle, die sich über astronomische Zeiträume gebildet haben und sich in absehbarer Zukunft nicht wiederherstellen. Erneuerbar sind einerseits Rohstoffe, die verhältnismäßig schnell nachwachsen, also Pflanzen (z.B. Bäume, Getreide, Obst, Gemüse, Raps etc.), andererseits eben die lebensgrundlegenden Ressourcen (z.B. Luft, Wasser, Boden und Sonnenlicht). Dass auch diese erneuerbaren, scheinbar unerschöpflichen Quellen Grenzen kennen, haben wir an früherer Stelle gesehen.
Rohstoffe als Energiequellen
Ein großer Teil der natürlichen Rohstoffe wird heute dafür aufgewendet, Energie zu erzeugen: Kraftwerke wandeln Rohstoffe wie Kohle und radioaktive Mineralien in Strom um, Öl ist die Grundlage für den Treibstoff unserer Fahrzeuge. Der Verbrauch von Energie ist also immer auch der Verbrauch von Rohstoffen. Dieser Zusammenhang ist weitläufig bekannt – wirklich bewusst ist er den meisten Menschen wahrscheinlich weniger. Wie auch? Strom kommt aus der Steckdose und Benzin von der Tankstelle. Die Frage ist nur: Wie lange noch?
Unstillbarer Durst nach Energie
Der weltweite Energiebedarf steigt seit Beginn der Industrialisierung ständig an. Die nun voranschreitende Globalisierung gibt dem Energieverbrauch einen weiteren, gewaltigen Schub: Kommunikation per Telefon und Internet verbraucht Strom in ungeahnten Ausmaßen, die immer länger werdenden Transportwege zehren an den letzten Öl-Vorräten. Ehemalige Entwicklungsländer wie China und Indien (die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt) wollen den Industrie- und Wirtschaftsmächten des Westens in nichts nachstehen und zielen auf einen ähnlich komfortablen – wie verschwenderischen – Lebensstandard. Hinzu kommt der krasse Anstieg der Weltbevölkerung, bedeutungsvoll Bevölkerungsexplosion genannt, der allein schon ein gewaltiges Problem in der Energieversorgung darstellt. Doch das unbedingte Streben nach Wirtschaftswachstum bleibt bestehen und die Globalisierung treibt die weltweite Industrieproduktion in neue Dimensionen. So wird erwartet, dass der Energie-Bedarf bis zum Jahre 2030 um weitere 50% steigt. Durch die zur Neige gehenden fossilen Rohstoffe Öl, Kohle und Gas kann dieser Bedarf nicht einmal annähernd gedeckt werden; die umweltfreundlicheren erneuerbaren Energien können die Aufgabe, die ausgehenden fossilen Rohstoffe zu ersetzen, schon heute kaum noch bewältigen.
Die wirksamste Lösung in der Energiekrise heißt also: Weniger verbrauchen!
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